Ökologische Kleidung für bewussten Konsum
Die Fasern im Überblick
Bio-Baumwolle wächst ohne synthetische Pestizide und Gentechnik und ist weich und atmungsaktiv. Leinen aus Flachs kühlt im Sommer und wird mit jeder Wäsche weicher. Hanf ist besonders reißfest und braucht wenig Wasser. Tencel und Lyocell entstehen aus Holz im geschlossenen Kreislauf. Recyceltes Polyester nutzt vorhandenes Material, gibt beim Waschen aber Mikrofasern ab.
Welche Siegel etwas aussagen
GOTS ist der strengste verbreitete Standard und deckt ökologische und soziale Kriterien über die gesamte Kette ab. IVN Best geht in Teilen noch weiter. OEKO-TEX Standard 100 prüft auf Schadstoffe im Endprodukt, sagt aber nichts über den Anbau. Fairtrade Cotton und die Fair Wear Foundation betreffen die Arbeitsbedingungen.
Pflege verlängert die Lebensdauer
Dreißig Grad reichen für die meiste Alltagswäsche. Ein Waschbeutel fängt Mikrofasern aus synthetischen Anteilen auf. Weniger waschen, dafür lüften: Wolle und Leinen erholen sich an der frischen Luft. Trocknen an der Luft schont Fasern und Farben mehr als der Trockner.
Länger tragen statt neu kaufen
Ein aufgetrennter Saum, ein fehlender Knopf oder ein kleines Loch sind mit wenig Aufwand behoben. Für Strick lohnt sich eine Stopfnadel, für Jeans ein Flicken von innen. Was nicht mehr passt, findet über Tauschbörsen und Secondhand weiter Verwendung.