Chia Samen für Chia Pudding, Müsli oder deinen Joghurt
Warum Chia und Leinsamen in eine Schüssel gehören
Chia ist botanisch ein Salbei – Salvia hispanica, beheimatet in Mittelamerika, wo die Samen seit der Zeit der Azteken und Maya genutzt werden. Leinsamen wächst in Europa seit der Jungsteinzeit. Zwei sehr verschiedene Pflanzen, aber im Küchengebrauch fast austauschbar, weil beide eine Schleimschicht besitzen, die beim Kontakt mit Flüssigkeit aufquillt.
Das Verhältnis, das man sich merken sollte
Für Chiapudding rechnet man etwa eins zu sechs: ein Teil Samen, sechs Teile Flüssigkeit. Nach zwanzig Minuten ist die Masse fest, nach ein paar Stunden im Kühlschrank richtig cremig. Wer es fester mag, nimmt weniger Flüssigkeit. Einmal umrühren nach fünf Minuten verhindert die Klumpen am Boden – der häufigste Anfängerfehler.
Ei-Ersatz beim Backen
Ein Esslöffel geschrotete Leinsaat oder Chia, verrührt mit drei Esslöffeln Wasser, ersetzt beim Backen ein Ei. Zehn Minuten stehen lassen, bis es glibberig wird, dann in den Teig. Das funktioniert dort gut, wo das Ei bindet – in Muffins, Brot, Pfannkuchen. Wo das Ei für Volumen sorgt, etwa im Biskuit, funktioniert es nicht.
Ganz, geschrotet, gelagert
Ganze Leinsamen lassen sich schlechter aufschließen als geschrotete – deshalb gibt es beide Varianten. Geschrotete Saat hat allerdings einen Nachteil: Durch die vergrößerte Oberfläche wird sie schnell ranzig. Sie gehört deshalb in ein dicht schließendes Gefäß in den Kühlschrank und sollte in Wochen aufgebraucht werden, nicht in Monaten. Ganze Samen halten dagegen dunkel und trocken sehr lange.
Eine Zahl aus der Zulassung
Chiasamen sind in der EU als neuartiges Lebensmittel zugelassen, und zu dieser Zulassung gehört eine Verzehrsempfehlung: nicht mehr als 15 Gramm am Tag. Das sind etwa eineinhalb Esslöffel – für einen Pudding reicht das. Auf den Packungen steht die Angabe ebenfalls.
Wonach wir auswählen
Bio, und zwar durchgehend; bei Saaten achten wir außerdem auf die Reinheit, weil kleine Körner schwer zu sortieren sind. Über die Filter lassen sich glutenfreie und vegane Artikel eingrenzen sowie die Gebindegrößen – von der 200-Gramm-Tüte bis zum 25-Kilo-Sack für Bäckereien.