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Rotklee: die Pflanze, die Felder fruchtbar macht

Rotklee kennt jeder von der Wiese, und kaum jemand weiß, wie viel Landwirtschaft in ihm steckt. In dieser Kategorie steht derzeit ein einziger Artikel, ein flüssiges Extrakt von Herrens mark im Liter-Gebinde – das schreiben wir lieber hin, als ein Sortiment vorzutäuschen. Was Rotklee als Pflanze ausmacht, steht trotzdem hier.

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Trifolium pratense, der Wiesen-Rotklee, ist eine der wichtigsten Kulturpflanzen Europas – nur steht er selten im Mittelpunkt, weil er nicht geerntet, sondern untergepflügt wird.

Die Wurzeln bringen den Stickstoff

Klee ist ein Schmetterlingsblütler, und an seinen Wurzeln sitzen Knöllchen. Darin leben Rhizobien, Bakterien, die Stickstoff aus der Luft binden und der Pflanze verfügbar machen. Die Pflanze gibt ihnen dafür Zucker. Was nach dem Umbruch im Boden bleibt, ist gedüngter Boden – ohne dass jemand gedüngt hätte.

Genau deshalb steht Kleegras in jeder ökologischen Fruchtfolge: ein Jahr Klee, danach Getreide, das von der Vorarbeit lebt. Und genau deshalb gibt es Dünger aus gepresstem Kleegras – in der Gartenkategorie steht er als KleePura im Regal. Dieselbe Pflanze, einmal als Vorfrucht, einmal als Pellet.

Eine Blüte für Hummeln

Die rote Blüte ist eigentlich ein Blütenstand aus vielen schmalen Einzelblüten. Ihr Nektar sitzt tief unten in der Kronröhre – zu tief für den Rüssel einer Honigbiene, aber gut erreichbar für Hummeln, die einen längeren Rüssel haben. Wer im Sommer eine Rotkleefläche beobachtet, sieht deshalb fast ausschließlich Hummeln darauf. Als in Neuseeland Rotklee angebaut wurde, brachte man 1885 eigens Hummeln aus England über das Meer, damit die Bestäubung überhaupt funktionierte.

Blüten ernten und trocknen

Gesammelt werden die frisch geöffneten Blütenköpfe im Sommer, an einem trockenen Vormittag nach dem Abtrocknen des Taus. Sie werden locker ausgebreitet und im Schatten getrocknet, nicht in der Sonne und nicht im Backofen, sonst verlieren sie ihre Farbe. Richtig getrocknet bleibt das kräftige Rosa erhalten – verblasste, bräunliche Ware wurde zu warm oder zu hell getrocknet.

Für einen Aufguss nimmt man ein bis zwei Teelöffel getrocknete Blüten auf eine Tasse und lässt sie fünf bis zehn Minuten abgedeckt ziehen. Der Geschmack ist mild, leicht süßlich und heuartig.

Extrakt, Kapsel, Blüte – worin sie sich unterscheiden

Ein flüssiges Extrakt ist ein Auszug: Pflanzenmaterial wird in Wasser, Alkohol oder Glycerin ausgezogen, das Trägermittel bleibt im Produkt. Kapseln enthalten getrocknetes, gemahlenes Material oder ein eingetrocknetes Extrakt. Getrocknete Blüten sind die unverarbeitete Form. Bei Extrakten lohnt der Blick auf das Auszugsverhältnis und auf das Auszugsmittel – beides steht in den Produktangaben und macht zwei Erzeugnisse erst vergleichbar.

Unsere Auswahl

Das Sortiment in dieser Kategorie ist im Moment sehr schmal, und das Ein-Artikel-Regal spiegelt nicht, was es an Rotklee-Erzeugnissen gibt. Wenn du getrocknete Blüten, einen Tee oder eine andere Darreichungsform vermisst: Sag uns Bescheid. Solche Rückmeldungen gehen bei uns direkt in den Einkauf, und mehr als eine Listung ist genau so entstanden.

FAQs Rotklee: die Pflanze, die Felder fruchtbar macht

Sind die Produkte in dieser Kategorie Arzneimittel?
Nein. greenist führt hier Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden wende dich an ärztliches oder apothekerliches Fachpersonal.
Wann sollte ich vorab ärztlichen Rat einholen?
In Schwangerschaft und Stillzeit, bei bestehenden Erkrankungen und bei laufender Medikation. Die empfohlene Tagesdosis des Herstellers nicht überschreiten.
Was bedeutet „standardisierter Extrakt"?
Der Extrakt ist auf einen festgelegten Isoflavongehalt eingestellt. Der Wert je Tagesportion steht auf der Packung und macht Produkte vergleichbar.
Was gehört alles zur Kategorie Pflanzenpower?
Kräuter und Gewürze, Kräutertees, Pflanzenpulver aus Blättern und Früchten, kaltgepresste Öle, Auszüge und Tinkturen sowie Kapseln auf pflanzlicher Basis.
Was ist Rotklee botanisch?
Trifolium pratense, eine heimische Wiesenpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler mit purpurroten Blütenköpfchen.
Welche Darreichungsformen gibt es?
Flüssige Extrakte zum Tropfen, Kapseln und getrocknete Blüten für den Aufguss.
Wie bereite ich Rotkleeblüten als Aufguss zu?
Ein bis zwei Teelöffel getrocknete Blüten auf 250 Milliliter heißes Wasser, fünf bis zehn Minuten ziehen lassen.
Wie bewahre ich Kräuter und Pflanzenpulver am besten auf?
Kühl, trocken, dunkel und gut verschlossen. Licht und Wärme kosten Aroma und Farbe; gemahlene Ware verliert schneller als ganze Blätter oder Körner.
Wie verwende ich Pflanzenpulver in der Küche?
Sie lassen sich in Smoothies, Joghurt, Porridge oder Teig einrühren. Die vom Hersteller angegebene Portionsmenge steht auf der Packung.
Woran erkenne ich die Herkunft eines Pflanzenprodukts?
Auf der Packung stehen der botanische Name, das Anbauland und die Verarbeitungsstufe. Bio-Ware trägt zusätzlich das EU-Bio-Logo.

* Alle Preise inkl. gesetzl. Mehrwertsteuer zzgl. Versandkosten und ggf. Nachnahmegebühren, wenn nicht anders beschrieben