Warum Folsäure bei uns im Fokus steht
Folat, Folsäure, 5-MTHF: drei Namen, ein Vitamin
Die Begriffe werden durcheinandergeworfen, meinen aber Unterschiedliches. Folat ist der Sammelbegriff für die Formen, die natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommen – der Name stammt vom lateinischen folium, das Blatt, weil die Substanz zuerst aus Spinat isoliert wurde. Folsäure ist die synthetisch hergestellte, besonders stabile Form, die in vielen Präparaten steckt. 5-MTHF ist eine bereits umgewandelte Variante, die einige Hersteller einsetzen. In der Nährwertkennzeichnung erscheinen alle drei unter demselben Eintrag, und die EU-Referenzmenge dafür liegt bei 200 Mikrogramm am Tag.
Warum das Vitamin beim Kochen leidet
Folat ist wasserlöslich und empfindlich gegenüber Hitze, Licht und langer Lagerung. Beim Kochen geht ein erheblicher Teil ins Kochwasser über – wer Gemüse kurz dämpft statt lange zu kochen, behält deutlich mehr davon im Essen. Das ist übrigens der Grund, warum die Salatschüssel und das gedämpfte Gemüse in dieser Frage mehr bringen als jede Diskussion über Sorten.
Ein Fall, in dem genauer hingesehen wird
Kaum ein anderes Vitamin wird so oft im Zusammenhang mit Kinderwunsch und Schwangerschaft genannt. Der einzige dazu zugelassene Satz lautet: Folat trägt zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei. Alles Weitere gehört in das Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt – dort wird auch entschieden, ob und in welcher Menge ergänzt wird.
Was in dieser Kategorie zusammenkommt
Die Floradix Tabletten von Salus kombinieren Eisen mit Folsäure und gibt es in zwei Packungsgrößen. Daneben stehen pflanzliche Pulver wie das Bio Supergreen von Lebepur und das Bierhefe Pulver von Cenovis – Bierhefe ist ein klassisches Lebensmittel, das lange vor der Kapselära in der Küche seinen Platz hatte. Über die Filter lassen sich vegane, glutenfreie und laktosefreie Produkte eingrenzen sowie die Darreichungsform.
Was dazugehört
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise; die angegebene empfohlene Tagesdosis gehört nicht überschritten. Und eine Kombination mit Eisen ist eine eigene Entscheidung – ob ein Bedarf besteht, zeigt eine Blutuntersuchung, nicht das Bauchgefühl.