nartürliche Körperpflege
Reinigen: kurz, lauwarm, mild
Heißes Wasser und langes Duschen entziehen der Haut Fett – der häufigste Grund für Spannungsgefühl nach dem Bad. Lauwarm und kurz ist die einfachste Änderung. Duschgel auf Tensidbasis liegt im hautnahen pH-Bereich, klassische Seife ist alkalisch und wird von trockener Haut oft als straffend empfunden; rückfettende Seifen und Syndets gleichen das aus. Feste Produkte sparen die Plastikflasche und brauchen eine Ablage zum Abtrocknen.
Pflegen: Lotion, Butter oder Öl
- Bodylotion enthält viel Wasser und wenig Fett, zieht schnell ein und passt für normale Haut und den Sommer.
- Körperbutter mit Sheabutter, Kakaobutter oder Kokosöl ist fettreicher, bleibt länger auf der Haut und ist die Wahl für trockene Stellen und kalte Monate.
- Körperöl aus Mandel-, Jojoba- oder Sonnenblumenöl verteilt sich am besten auf feuchter Haut direkt nach dem Duschen und ist das sparsamste Produkt der drei.
Grundregel für alle: auf leicht feuchte Haut auftragen, dann verteilt sich weniger Produkt weiter.
Deodorant
Deos ohne Aluminiumsalze verengen die Poren nicht, sondern setzen an den Geruchsbildnern an – meist mit Natron, Zinkricinoleat, Tonerde oder Alkohol. Cremedeos mit Natron sind wirksam, werden von manchen aber als reizend empfunden; natronfreie Varianten mit Zinkricinoleat sind die mildere Alternative. Nach dem Rasieren ist die Haut empfindlicher – dann lieber warten oder ein alkoholfreies Produkt nehmen. Ein Deo ersetzt keinen Antitranspirant-Effekt: Es überdeckt und verhindert Geruch, die Schweißmenge bleibt gleich.
Peeling
Mechanische Peelings arbeiten mit Zucker, Salz, gemahlenen Kernen oder Kaffeesatz, enzymatische mit Fruchtsäuren. Ein- bis zweimal pro Woche reicht, danach cremen. Naturkosmetik kommt ohne Mikroplastik aus – in konventionellen Produkten steht es als Polyethylen oder Acrylat in der INCI-Liste.
Hände, Füße und trockene Haut
Hände werden am häufigsten gewaschen und brauchen deshalb am meisten Pflege; eine Handcreme neben der Spüle wird benutzt, eine im Schrank nicht. Für Füße eignen sich Cremes mit Urea, die Feuchtigkeit in der Hornschicht halten. Bei anhaltend juckender, entzündeter oder schuppender Haut ist die Hautarztpraxis die richtige Adresse – Pflegeprodukte sind dafür nicht gedacht.
Naturkosmetik erkennen
Zertifizierte Naturkosmetik trägt ein Siegel wie NATRUE, COSMOS, BDIH oder Ecocert. Die Zeichen regeln Herkunft und Verarbeitung der Rohstoffe und schließen bestimmte synthetische Stoffe aus; über die Verträglichkeit im Einzelfall sagen sie nichts. Wer empfindlich reagiert, testet neue Produkte erst in der Armbeuge.