Kari's Crackers: Knäckebrot, das mehr Saat als Mehl ist
Kari's Crackers ist eine Bäckerei aus Heino in den Niederlanden, die Knäckebrot backt und dabei einen zweiten Zweck verfolgt: In der Backstube arbeiten und lernen Menschen, die anderswo schwer unterkommen. Bei greenist steht von der Marke derzeit ein Artikel, das Bio-Knäckebrot Rote Bete ohne Weizen im 180-Gramm-Paket.Knäckebrot ist im Norden ein Vorratsbrot: dünn ausgerollt, trocken gebacken, monatelang haltbar. Was aus Heino kommt, sieht anders aus – hier ist das Korn nicht die Hauptsache, sondern der Zusammenhalt zwischen den Saaten.
Eine Bäckerei mit zwei Aufgaben
Hinter der Marke steht ein Betrieb aus Heino in den Niederlanden, der sich selbst als soziales Unternehmen versteht. Der Satz, mit dem sich das Haus vorstellt, lautet sinngemäß: Wir backen Knäckebrot, um Menschen zu unterstützen. Die Backstube ist zugleich Arbeits- und Lernort für Menschen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt schwer Fuß fassen.
Das ist keine Nebensache im Marketing, sondern der Grund, warum es den Betrieb gibt – und einer der Gründe, warum wir die Marke führen.
Saaten statt Mehlteig
Ein klassisches Knäckebrot besteht aus Roggenmehl, Wasser und Salz. Die Cracker aus Heino drehen das Verhältnis um: Saaten tragen den Teig, das Getreide hält ihn zusammen. Das merkt man beim ersten Bissen – der Bruch ist grober, das Kauen dauert länger, und ein Cracker trägt deutlich mehr Belag, ohne durchzubrechen.
Gebacken wird ohne Hefe. Die Sorten unterscheiden sich stark: Es gibt Varianten auf Buchweizen, auf Roggen und Hafer, auf Hafer und Dinkel, auf Fonio – einem westafrikanischen Hirsegetreide – sowie zwei Gemüsevarianten mit Spinat und Lauch beziehungsweise Roter Bete. Alle Zutaten stammen aus biologischem Anbau.
Der Unterschied, auf den es ankommt
Auf der Packung des Artikels, den wir führen, steht „ohne Weizen“. Das ist eine Angabe zur Rezeptur: Es ist kein Weizen verarbeitet. Es ist nicht die Angabe „glutenfrei“.
Der Unterschied ist rechtlich scharf gezogen. „Glutenfrei“ darf ein Lebensmittel in der EU nur heißen, wenn es höchstens 20 Milligramm Gluten pro Kilogramm enthält – das ist ein geprüfter Grenzwert, kein Rezepturhinweis. Ein Erzeugnis aus Buchweizen oder Fonio kann trotzdem Spuren aus der Mühle oder der Backstube tragen. Der Hersteller weist darauf selbst hin.
Wer aus medizinischen Gründen auf Gluten verzichten muss, achtet deshalb auf die ausdrückliche Kennzeichnung „glutenfrei“ und nicht auf die Sortenbezeichnung. Was ein Artikel tatsächlich angibt, steht bei jedem Produkt.
Damit es knusprig bleibt
Knäckebrot hat einen Feind, und das ist Luftfeuchtigkeit. Ein angebrochenes Paket gehört in eine dicht schließende Dose, nicht in den Kühlschrank – dort ist es feuchter als im Schrank. Wird ein Cracker trotzdem zäh, hilft eine Runde im Ofen: fünf Minuten bei 150 Grad auf dem Rost, dann auf einem Gitter auskühlen lassen. Auf dem Blech liegend zieht er die eigene Feuchtigkeit wieder an.
Wie man sie isst
Saatenreiche Cracker vertragen kräftigen Belag besser als milden. Eine Roter-Bete-Variante etwa steht gut zu würzigem Aufstrich, zu eingelegtem Gemüse oder zu einem Klecks Senf – der erdige Grundton braucht einen Gegenpol. Als Löffelersatz taugen sie auch: in eine dicke Suppe gebrochen, halten sie länger als Weißbrot.
Unsere Auswahl
Wir führen von dieser Marke im Moment genau einen Artikel. Das Haus hat deutlich mehr Sorten im Programm, und wir schreiben das lieber hin, als ein Sortiment vorzutäuschen. Wenn dir eine bestimmte Sorte fehlt, sag uns Bescheid – solche Rückmeldungen gehen bei uns direkt in den Einkauf.