Qualität an Ölen
Kalt gepresst heißt kaltbleibend
Nativ und kalt gepresst bedeutet: ohne Wärmezufuhr und ohne Raffination gewonnen. Das erhält Aroma, Farbe und die begleitenden Pflanzenstoffe, senkt aber die Hitzegrenze. Raffinierte Öle sind neutraler im Geschmack und vertragen mehr Temperatur – deshalb steht in vielen Küchen beides.
Was wie viel Hitze verträgt
- Natives Olivenöl extra passt für Salat, kaltes Anrichten und mittleres Anbraten; für hohe Temperaturen ist raffiniertes Olivenöl die richtige Wahl.
- Kalt gepresstes natives Rapsöl schmeckt nussig und bleibt kalt; als Speiseöl zum Braten und Erhitzen gibt es raffiniertes Rapsöl.
- Native Kokosöl-Varianten sind unter etwa 25 Grad fest, schmecken nach Kokos und vertragen Hitze gut; desodoriertes Kokosöl ist geschmacksneutral.
- Geröstetes Sesamöl und Arganöl sind Finishing-Öle: erst nach dem Kochen über das Gericht, sonst verfliegt das Aroma.Natives Leinöl wird nie erhitzt, gehört in den Kühlschrank und ist nach dem Öffnen nur wenige Wochen haltbar.
- Kürbiskernöl aus der Steiermark – als Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. geschützt – mit seinem dunkelgrünen Ton passt zu Salat, Kürbissuppe und Vanilleeis – ebenfalls nicht zum Braten.
- Nussöle aus Walnuss und Mandel sind fein und empfindlich; kühl und dunkel gelagert halten sie am längsten.
Leinöl und Alpha-Linolensäure
Natives Leinöl ist besonders reich an Alpha-Linolensäure (ALA), einer Omega-3-Fettsäure. Für diese Fettsäure ist folgende Aussage zugelassen: Alpha-Linolensäure trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. Die Angabe gilt nur, wenn täglich 2 Gramm ALA aufgenommen werden – bei Leinöl entspricht das etwa einem Teelöffel. Sie setzt außerdem eine abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise voraus.
Würzöle und Schwarzkümmelöl
Würzöle sind Speiseöle, in denen Kräuter, Knoblauch, Chili oder Zitrone ausgezogen wurden. Reine ätherische Öle sind dagegen kein Lebensmittel und gehören nicht tropfenweise ins Essen. Zum Stichwort Schwarzkümmelöl und Gesundheit wird viel gesucht: greenist führt das Öl als Speiseöl mit kräftigem, leicht scharfem Aroma und knüpft daran keine Wirkaussage.
Lagerung
Öl mag es dunkel, kühl und gut verschlossen; Licht und Luft machen es ranzig. Kaltgepresste und nussige Öle in kleinen Flaschen kaufen und innerhalb weniger Monate aufbrauchen. Riecht ein Öl kratzig oder nach alten Nüssen, gehört es weg – auch vor dem aufgedruckten Datum.