Entdecke Basische Körperpflege für ein vitales Hautgefühl
Was das Material über eine Bürste verrät
Eine Bürste ist ein erstaunlich präzises Werkzeug. Ob sie sich weich oder kratzig anfühlt, hängt weniger vom Preis ab als von drei Dingen: dem Besatz, der Länge der Borsten und davon, ob du sie nass oder trocken benutzt.
Rosshaar, Naturborste, Pflanzenfaser
**Rosshaar** ist der weichste unter den tierischen Besätzen, es bleibt auch nass elastisch und wird für Gesicht und empfindliche Haut verwendet. Kräftigere **Naturborsten** sind steifer und behalten ihre Form; sie sind das Material der klassischen Körperbürste. **Pflanzenfasern** wie Sisal oder Kokos liegen dazwischen, sind trocken eher hart und werden im Wasser deutlich weicher – ein Grund, sie vor der ersten Anwendung kurz einzuweichen.
Und **Luffa** ist gar kein Schwamm aus dem Meer, sondern das ausgewaschene Fasergerüst einer Kürbisfrucht. Deshalb ist sie leicht, deshalb trocknet sie schnell, und deshalb wird sie mit jedem Bad ein bisschen weicher.
Trocken oder nass – zwei verschiedene Anwendungen
Trocken benutzt entfaltet eine Bürste ihre volle Härte; üblich sind lange, ruhige Züge an Armen und Beinen in Richtung Körpermitte. Nass, mit Seife oder einer basischen Waschlösung, gleitet dieselbe Bürste spürbar sanfter. Für das Gesicht gibt es die kleinen Bürsten von P. Jentschura und Waldkraft mit kurzem, feinem Besatz; für den Rücken die Badebürste mit abnehmbarem Stiel, die sich damit auch als Handbürste benutzen lässt.
Die Klosterbürste und der Kupferdraht
Die Klosterbürste von Waldkraft hat neben dem Naturborstenbesatz einen eingearbeiteten Kupferdraht. Das ist kein Schmuck, sondern das alte Werkzeug für eingebrannte Topfböden und für Holzbretter: Der weiche Draht nimmt Verkrustungen ab, ohne die Oberfläche zu zerkratzen, wie es Stahlwolle tun würde. Geölter Buchenholzkörper, gebundener Besatz, und wenn der Besatz irgendwann durch ist, ist das Holz noch lange nicht am Ende.
Wie Holz und Naturfaser lange halten
Holz mag kein Dauerwasser. Bürsten nach dem Gebrauch ausschütteln, mit dem Besatz nach unten trocknen lassen und nicht in der Duschtasse liegen lassen – dort steht Wasser und quillt die Verleimung. Nicht in die Spülmaschine und nicht auf die Heizung: Beides lässt Holz reißen. Luffa und Waschhandschuh dagegen wollen nur eines, nämlich zwischendurch vollständig durchtrocknen. Ein geölter Buchenholzgriff bekommt zweimal im Jahr einen Tropfen Pflegeöl und sieht dann aus wie am ersten Tag.
Unsere Auswahl
Wir führen hier Werkzeuge aus Holz, Naturfaser und Bio-Baumwolle – von Betrieben, die Material und Herkunft benennen. Kein Kunststoffgriff, keine Nylonborste, kein Einwegartikel. Bei jedem Artikel steht, woraus Besatz und Körper bestehen; wenn dir eine Angabe fehlt, frag uns danach.